Hyde Park – die grüne Oase im grauen Großstadt-Djungel
So spannend und vielseitig London auch sein mag, die meisten Besucher sehnen sich schon nach kurzer Zeit nach ein bisschen Ruhe und Frieden, frischer Luft, Bäumen und ein paar Eichhörnchen. Wenn es bei Ihnen so weit ist, packen Sie nicht gleich Ihre Sachen! Denn wie es sich für eine ordentliche Metropole gehört, hat London natürlich nicht nur großstädtisches Grau im Angebot. Ziemlich zentral gelegen befindet sich Londons grüne Lunge, der Hyde Park. Zwar ist er für jedermann zugänglich, doch gehört er offiziell zu den königlichen Parks der Stadt und ist daher natürlich nicht einfach nur irgendein Park.
Wer sich in London ein bisschen erholen möchte und eine Auszeit vom Wirrwarr der Großstadt braucht, kommt in den Park und nimmt die entspannte Atmosphäre der Anlage tief in sich auf. Denn der Park besteht nicht nur aus grünen Wiesen, Bäumen und Büschen. Auf der Anlage befindet sich außerdem ein See von beachtlicher Größe, der Serpentine Lake. Anders als in den meisten Parks ist hier noch nicht einmal das Schwimmen verboten, sondern man kann sich im Sommer eine angenehme Abkühlung verschaffen. Wer es weniger nass mag, kann sich natürlich auch mit einer kleinen Bootsfahrt begnügen und dabei ein bisschen abschalten und träumen. Wer es etwas aktiver mag, der wird sich vielleicht mehr für die im Park befindliche Bowlinganlage oder die Pferdereitbahn interessieren. Wem das auch nicht so ganz liegt, der spaziert einfach ein bisschen durch die herrliche Anlage, genießt die frische Luft und die wunderschönen Ausblicke und hält die Augen nach der berühmten Peter Pan-Statue offen, die irgendwo im Hyde Park zu finden ist. Bei einem solchen Gang durch den Park kann man dann auch gleich die neueste (wenngleich inzwischen gar nicht mehr ganz so neue) Errungenschaft des Parks, den Gedenkbrunnen für Prinzessin Diana in Augenschein nehmen. Durch bewusst asymmetrisch angeordnete Wasserwege, die unterschiedlich schnell fließen, soll das bewegte Leben der beliebten Prinzessin versinnbildlichst werden.
Eine Ecke, die man bei seinem Spaziergang durch den Park ebenfalls auf keinen Fall vergessen darf, ist die so genannte Speaker’s Corner, in der die Redefreiheit des Landes gehegt und gepflegt wird. Jeder, der etwas zu sagen hat, kann dort ohne Vorankündigung auftauchen und seine Gedanken oder Ideen, seine Wut oder seine Anerkennung in einer beliebigen Angelegenheit öffentlich vortragen. Für Engländer sehr ernst, für nicht-Engländer ein Grund zum Schmunzeln ist die einzige Einschränkung: Die Königin und ihre Familie werden bitte schön nicht kommentiert.
